Die Torte zum Tag – ein Garantierezept!

Wie im letzten Post ja schon geschrieben, waren wir am Samstag auf dem Basar unserer Schule. Und da wir ja auch ein Teil der Schulgemeinschaft sind (das Wort gefällt mir, das habe ich an der Regelschule leider noch nie gehört), war es klar, dass ich auch einen Kuchen für das Büffet beisteuere. 

Jetzt müsst Ihr wissen, dass ich nicht so eine professionelle Bäckerin bin, und gerne mal was schief geht beim Backen. Der Kuchen geht nicht auf, oder er hat gar keinen Geschmack. Im Laufe der Jahre habe ich auch schon festgestellt, dass man Kuvertüre nur einmal schmelzen kann, und dass es wichtig ist, die Mengenangaben und Anleitungen GENAU zu lesen, weil es sonst passieren kann, dass bei der doppelten Menge an Margarine die Kuchenform im Ofen in Fett schwimmt und der Kuchen hinterher abgetropft in Fetzen in der Auflaufform serviert werden kann……. Das kleinste Problem ist da wirklich, dass nur jeder zweite Kuchen heile die Backform verlässt und vernünftig auf der Tortenplatte landet.
Wenn Ihr also von mir ein Kuchenrezept bekommt, dann MUSS das ein Selbstläufer sein. In diesem Fall ist nicht nur die Herstellung kinderleicht, sondern auch der Genuss garantiert. Ich habe meinen Kuchen nämlich beim Büffet abgegeben und er war sooo schnell aufgegessen! Wenn das mal nichts heißt.
So, und hier ist er nun. Vielen Dank an Stephie, die mich erinnert hat, das Rezept zu posten…. Nicht selbst ausgedacht, sondern aus dem Backbuch „Enie backt“ (das ich schon im Sommer gekauft hatte, aber erst jetzt „wiederentdeckt“ habe), aber selbst gebacken :). Es heißt bezeichnenderweise „Sweet & Easy“, ist also zwangsläufig meins!

Die Torte heißt:

Und da ich sie ja für eine Schulveranstaltung gebacken habe, habe ich vorsichtshalber das rechte Etikett auch noch gleich gemacht, aber dann doch nicht in den Kuchen gesteckt, denn eigentlich ist beschwipst ja selbsterklärend. Nur ganz spät am Freitag Abend, beim Vorbereiten, war ich dann doch ein wenig unsicher (wegen Waldorf und so ;-).
Und bevor es jetzt tatsächlich losgeht, noch schnell eine kleine Anekdote am Rand: Die Omi hat uns auf dem Basar besucht und wir haben zusammen eine Waffel gegessen und wollten dazu auch einen Punsch trinken. Omi war ein bisschen unsicher, denn sie mußte ja noch fahren. Ich habe ihr versichert, dass in dem Punsch kein Alkohol wäre, aber für sie war Punsch = Alkohol. Da sagte die Mutter hinter dem Stand ganz entrüstet: „Alkohol? Das ist hier doch eine Schule, den gibt es hier NIRGENDWO!“ Daraufhin Felix ganz laut: „Doch! Nämlich in Mamas Kuchen“….. Ich geh‘ dann mal kurz beim Kreativstand gucken, oder sonst irgendwo, oder grinse dümmlich und freue mich, über mein gut informiertes Kind…….. ;-)))))

Ihr braucht:

  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 3 Eier
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 75 g weiche Butter
  • 50 g Weizenmehl
  • 25 g Speisestärke
  • 15 g Kakopulver
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 5 Bananen
  • 1 EL Zucker
  • 2 cl Rum
  • 400 ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 150 g Krokant
  • Kakaopulver zum Bestäuben
  • Saft einer 1/2 Zitrone

Backofen vorheizen auf 180°C Ober- und Unterhitze. Springform mit Backpapier auslegen. Und los:

Schokolade im Wasserbad schmelzen
Eier trennen, Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers und Salz steif schlagen
Vanillezucker mit Butter und dem restlichen Zucker schaumig schlagen
Eigelbe nach und nach zugeben
Mehl mit der Stärke, Kakao- und Backpulver mischen
50 g flüssige Schokolade zur Buttermasse geben und gut verrühren
Mit einem Teigschaber erst den Eischnee, dann die Mehlmischung vorsichtig unterheben
Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene ca. 25 min backen.
Auf dem Kuchengitter etwas stehen lassen, dann aus der Form lösen und stürzen
Backpapier abziehen und ganz auskühlen lassen
Eine Banane an die Seite legen für die eventuelle Deko (das habe ich nicht gemacht, da ich nicht wusste wie lange der Kuchen dort stehen wird)
4 Bananen schälen, längs halbieren
Zucker im Rum auflösen und Bananen darin marinieren (ich habe es nur ganz kurz gemacht und daher war der Kuchen dann auch einigermassen kindertauglich – sagt die, die als Kind schon Eis mit Rumtopf oder Eierlikör zum Nachtisch gegessen hat 😉
Den Kuchenboden dünn mit einem Teil der Schokolade bestreichen
Restliche Schokolade für die Sahne über dem Wasserbad warm halten
Den bestrichenen Boden mit Bananen belegen und mit einem Tortenring versehen
Die Sahne leicht aufschlagen
Sahnesteif einriegeln lassen und steif schlagen
Restliche Schokolade unterheben
Die Schokosahne in den Ring füllen und glatt streichen
Mindestens 2 Stunden kalt stellen
Danach den Rand mit Krokant verzieren und die Oberfläche verzieren

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und erzähle Euch noch schnell, dass ich heute die Päckchen für die Aktion „Ich schenk Dir meinen Stern“ weggebracht habe. Die LKWs machen sich heute Nachmittag direkt auf den Weg. Ich freue mich, dass so viele Kinder auch in diesem Jahr wenigstens ein Päckchen dort bekommen werden. Es ist so niedlich zu sehen, wenn die Kindergartenkinder Schlange stehen, um ihre Päckchen abzugeben. Das ist ein schöner Einstieg in die Adventszeit!

 

Heute morgen standen dort auf dem Platz drei LKW, die bis unter das Dach beladen werden mit Päckchen! Hier könnt Ihr es ein bisschen sehen. Deshalb sollten auch keine Schleifen und Bänder an den Päckchen sein; man muß sie möglichst platzsparend stapeln können.

Liebe Grüße von
Sandra

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2 Kommentare

  1. Mir geht es beim Backen ähnlich, deshalb koche ich lieber – da lässt es sich viel einfacher improvisieren…
    Dein Kuchen sieht sehr lecker aus. Das Backbuch wäre auch etwas für mich.
    Eure Aktion für die Kinder ist spitze. Wir hatten viele Jahre im Kindergarten die „Weihnachten im Schuhkarton-Aktion“. Lg

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