„Was will ich und wenn ja, wieviele?“ ist eigentlich eine existentielle Frage.

Das meint auch Felicitas Pommerening, die in ihrem Buch über genau diese Fragen schreibt, die uns Frauen irgendwann einmal begegnen.  Meine Buchempfehlung für Euch.

Kurz vor meinem Urlaub habe ich von F. Pommerening ihr Buch Was will ich und wenn ja, wie viele?: Ein Entscheidungsroman geschickt bekommen. Genau das Richtige, um es noch zusätzlich zu den anderen Büchern mit in mein Urlaubsgepäck Richtung Schweiz zu nehmen. Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn ich hatte sofort Zugang zu dem THEMA, muss aber gestehen, der Titel hat mich ehrlicherweise schon bei einem anderen Buch mit sehr ähnlichem Titel nicht besonders angemacht.

Aber einmal angefangen, war der Titel schnell vergessen bzw. im Nachhinein dann doch irgendwie sehr treffend. Es geht in dem Buch um drei Freundinnen, die alle studiert haben, um die 30 sind, und obwohl sie sich in vielem ähneln, doch unterschiedliche Dinge vom Leben erwarten. Es geht um Frauen, die trotz gleichen Bildungsniveaus ihre ganz eigene Lebensgeschichte haben und auch ganz eigene Beziehungsgeflechte. Die trotz aller Unterschiede wissen, was sie aneinander haben und  die immer füreinander da sind.
Und noch viel mehr geht es um die Frage, die sicherlich jede Frau früher oder später beschäftigt, nämlich darum, was man eigentlich vom Leben möchte. Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass wir Frauen alles vom Leben erwarten wollen und können. Partnerschaft, Karriere, Familie. Und wie bekommen wir das alles unter einen Hut. Und wollen wir tatsächlich alles unter einem Hut vereinen. Ist es okay, nicht alles zu wollen. Sich zu entscheiden. Für die eine oder andere Richtung.
Die drei Freundinnen haben nämlich genau das Problem. Ihnen stehen alle Türen offen. Beruflich und privat. Und jede trifft im Laufe des Buches ihre ganz eigenen Entscheidungen, für sich und ihr Leben,  natürlich nicht ohne eine Mehrfachrunde im  Gefühlskarrussel mitzudrehen.
Und das hat mir an dem Buch sehr gefallen. Jetzt bin ich ja quasi schon die Seniorgeneration…. Meine Kinder sind 10 und 13.  Aber natürlich stand ich auch mal vor den Überlegungen, wie und ob man Familie und Beruf zusammenbringen kann. Keine Kinder zu haben war für mich nie eine Option und letztendlich habe ich für mich entschieden, dass es sich schon irgendwie regelt, wenn es denn soweit ist.
Ich bin zufrieden mit unserer ganz persönlichen Regelung, das war für mich immer gut und richtig. Aber es ist schön, dass mich dieses Buch, bei all seiner Leichtigkeit, noch mal zum Nachdenken gebracht hat. Habe ich wirklich den für mich richtigen Weg gewählt? Oder nur den Einfachen? Überfordere ich mein Umfeld mit meinen Bedürfnissen oder bin ich unterfordert, wenn ich diese zurückstelle.
Denn eines ist klar. Eine Familie kann nur so glücklich sein wie jedes einzelne Mitglied ist. Und das kann für jeden von uns ganz anders sein. Das zeigt das Buch sehr schön. Und deshalb habe ich es gerne gelesen. Es erzählt von uns Frauen, zeigt verschiedene Lebensmodelle, läßt die drei Freundinnen Entscheidungen treffen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Lässt sie Toleranz üben und Gemeinsamkeiten schaffen. Und das alles in einem leichten Stil geschrieben. Super. Für mich die richtige Lektüre. Für wen oder wann eigentlich? Für Frauen jeglichen Alters und zu jeder Gelegenheit.
Liebe Grüße von
Sandra

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4 Kommentare

  1. Hey! Das klingt super! Besonders den Teil mit der Toleranz für alle möglichen Lebensmodelle. Und Deine Feststellung, dass es eigentlich darum geht, dass alle glücklich sind. Ich bin Mitte 30, habe Abitur, eine vernünftige Ausbildung und sogar ein paar Jahre studiert (wenn auch nicht zu Ende)…aber ich bin zu Hause, für mich wäre der Spagat nichts. Ich weiß, dass ich unglücklich damit wäre, Solange die Kinder mich brauchen, will ich für sie da sein. Als Kind war ich übrigens mit einer voll berufstätigen geschiedenen Mutter die absolute Ausnahme. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das absolut gegensätzliche Modell lebe. Solange ich damit glücklich bin. Was dann kommt, werde ich dann sehen. ich drück Dich, danke für den Buchtipp! Rieke

  2. HA! Und eben suchte ich noch ein schönes Buch, um meinen Kindle zu füttern. Da kommt mir ja Dein Buchtipp gerade recht. Wird bestellt! Lieben Dank und weiter so! Ich will noch mehr Buchtipps hier von Dir lesen…
    Alles Liebe, Stephie

  3. Ohjah, das waren noch Zeiten….als man die Qual der Wahl hatte und irgendwie daran verwzweifelt ist, dass die Würfel noch nicht gefallen waren und irgendwie auch gar nicht verzweifelt war – sondern jede Menge Spaß hatte 😉 Danke für den Buchtipp!

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