Fäden vernähen – ich mache das jetzt anders

Würden wir nur stricken, wäre die Welt sehr in Ordnung, oder?! Aber zwischen uns und dem Glück steht leider das lästige Fäden vernähen. Bis JETZT zumindest. Denn seit ein paar Strickprojekten probiere ich eine neue Art aus, die Fäden zu verarbeiten. Und die gefällt mir bisher sehr gut.

Bei dieser Art, die Fäden zu verarbeiten geht es nämlich nicht darum, sie im Nachhinein in das Strickstück einzuarbeiten, sondern viel mehr, sie direkt beim Stricken mit einzuweben. Das finde ich genial und es funktioniert super.

Für mich hat das zwei entscheidende Vorteile. Das lästige Fäden vernähen NACH dem Stricken fällt weg und man sieht die Fäden auf der Rückseite kaum.

Beim Dreieckstuch Kühtai und bei allen anderen Strickprojekten mit Merinowolle sieht das dann zum Beispiel so aus.  Ich habe Euch extra die Fäden am Ende etwas länger gelassen, damit Ihr sie überhaupt sehen könnt.

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Ist das nicht super?! Man sieht es nur, wenn man weiß, wo die Fäden sind.

Beim Dreieckstuch The Miller’s Daughter, an dem ich gerade in den letzten Zügen stricke, wirkt es nochmal ganz anders. Bei dem Tuch gibt es sehr viele Farbwechsel und spätestens bei dem rosa Streifen muss man dann Einiges vernähen. Dank Verweben fällt das ja nun weg und die Fäden verschwinden komplett.

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Suchspiel – folgt dem langen Faden um das Verwobene zu finden

Dank dieser Technik ist der Faden auch extrem stabil im Strick verwoben. So flutscht er beim Waschen oder Tragen auch nicht direkt wieder ganz raus….

Ich habe mal versucht, diese Technik für Euch im Video aufzunehmen. Das Video ist weder mit gutem Ton noch mit perfektem Bild gemacht, bitte entschuldigt, aber es zeigt die Technik ….

Ihr greift die Fäden so wie beim zweifarbigen Stricken: den Faden, der verwoben werden soll, nehmt Ihr nach unten, die neue Farben nach oben. Nun strickt Ihr mit der neuen Farbe eine Masche unter dem „alten“ Farben her und die nächste Masche „über“ dem alten Faden. Immer so weiter, bis der Faden zu Ende ist.

Und, was sagt Ihr? Wie vernäht Ihr die Fäden? Könnte das Einweben auch etwas für Euch sein?

Liebe Grüße von
Sandra

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27 Kommentare

  1. Genial! Das werde ich bei nächster Gelegenheit gleich ausprobieren. Es sieht einfach aus, und die Fäden sind kaum zu sehen. Und am allerwichtigsten: Man spart sich das superlästige Fädenvernähen am Ende … (Wenn es überhaupt etwas Negatives am Stricken gibt, dann ist es das!)

  2. Liebe Sandra,
    versuche auch seit einigen Strick -Stücken das Vernähen durch Verstricken zu umgehen. Werde meine Taktik nach Deinem Tipp noch verfeinern 🙂
    Jetzt suche ich nur noch eine Lösung für die vielen Fäden beim Granny häkeln. Meine „nebenbei“ Projekt ist eine geniale Decke aus einem Buch aus Norwegen.
    Mein „Himmelsstrahl“!
    ist bei Farbe 6!
    Liebe Grüße und eine schöne Woche , Susanne

    • Wow, Susanne, Du bist ja schon weit mit dem Himmelsstrahl, da freue ich mich echt, wenn er fertig um Deinen Hals geschlungen ist! Kannst Du beim Granny Häkeln die Fäden nicht einfach verhäkeln? Also über die Masche legen, die gehäkelt wird? So habe ich es immer gemacht, ich bin aber auch kein Experte beim Häkeln 😉 LG Sandra

  3. Pingback: Fäden vernähen einmal anders – Strickschnack

  4. Hallo Sandra, das ist toll erklärt. Habe mir am Wochenende fast die Finger gebrochen weil ich über YouTube Videos versucht habe auf diese Art und Weise die Fäden zu verweben. Bei dir sieht es toll und einfach aus, werde ich heute Abend sofort ausprobieren! Danke schön für das Video.
    Gruß
    Marion

  5. Hallo Sandra,
    ja, so habe ich es auch immer gemacht.
    Jedoch habe ich noch einen Weg gefunden, den ich auch super finde.
    https://youtu.be/W7g4vAMKFig
    Probier es mal aus – ich bin sehr zufrieden mit dieser Art der Fäden verknüpfen.
    LG Angela

  6. Verena Schulze

    Hallo Sandra,
    Klingt gut. Nur hab ich da noch ein Verständnisproblem…. wenn ich also einen neuen Knäuel anfange und den alten Faden mitwebe, wo bleibt dann das Ende des neuen Fadens? Den muss ich ja trotzdem noch vernähen, oder?

    • Liebe Verena!Das Ende des neuen Fadens verwebst Du dann in der nächsten Reihe. Guck mal auf dem Foto oben, dort sind auch zwei Fäden nacheinander verwoben. Das geht völlig in Ordnung. Das neue Fadenende zu vernähen, wäre ja nur der halbe Spaß 😉 LG Sandra

  7. Liebe Sandra, das habe sogar ich verstanden, glaube ich zumindestens. Und wie Verena schon fragt: wie webe ich das 2. Ende mit ein, in der nächsten Reihe? Und gibt es beim Farbwechsel eigentlich optische Probleme?
    Liebe Grüße, Kathrin

    • Liebe Kathrin! Ja, das neue Fadenende verwebst Du in der folgenden Reihe. Das gibt keine Probleme, auch nicht beim Farbwechsel. Du kannst es beim gestreiften Tuch sehen, bzw. eben nicht sehen 😉 LG Sandra

  8. Regina Schürmann

    Hallo Sandra,
    habe das verweben gerade ausprobiert , klappt super.
    Bei einem neuen Knäul benutze ich aber auch immer den russischen Fadenansatz.
    Viele Grüße Regina

  9. Christiane

    Liebe Sandra, das ist wirklich eine tolle Sache mit dem Verweben – ich habe es gestern mit Filzwolle ausprobiert und es klappt tadellos und man ist das lästige Vernähen los … ich lese hier schon eine Weile mit und bin schon sehr gespannt auf das fertige Tuch „The Millers Daughter“ , die verwendeten Farben gefallen mir gut!
    Liebe Grüße – Christiane

  10. Pingback: Sonntagslinks im Mai: Mit maritimen Motiven, arbeiten mit Stephen West und bunten Schafen | Queens Handmade

  11. Wie genial ist das denn, das werde ich bei nächster Gelegenheit gleich ausprobieren! Vielen Dank 🙂
    Liebe Grüße
    Mika

  12. Das ist ja sensationell, liebe Sandra!
    Deinen Tipp werde ich beim nächsten Strickprojekt ausprobieren!
    Keine Fäden vernähen! Was für ein Traum!
    Danke dafür,
    Kirsten

  13. Susanne

    Liebe Sandra, DANKE! Stricke gerade einen Poncho auf der Rundnadel mit Farbwechseln und neuem Faden asetzen in jeder Reihe. Dein Tip via Instagram kam deshalb zum perfekten Zeitpunkt. Das Vernähen würde mich am Ende in den Wahnsinn treiben. Es funktioniert ausgezeichnet.
    Ein herzliches Nadelklappern von
    Susanne

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  15. Nadja Carle

    Hallo Sandra,
    beim Fädenvernähen mache ich mittlerweile zwei Sachen anders: entweder „unsichtbar vernähen“ (funktioniert bei „kraus rechts“ oder „links“ gestrickt) oder gar nicht vernähen, weil die neue Wolle „angefilzt“ wird…
    Beide Techniken zu sehen bei Staci Perry (www.verypink.com)
    Gruß – Nadja
    Danke für die schönen Spültücher-Anleitungen – wird sofort ausprobiert!

  16. Super Danke für den tollen Tipp! Fäden vernähen ist das schlimmste am stricken und so erledigt man das sofort!! Herrlich

  17. Bürr Sabina

    Hallo Sandra,
    Genial .
    Dankeschön für das Video. Ich bin nie ganz zufrieden mit meinen vernäh Künsten, werde dies unbedingt ausprobieren.
    Herzliche Grüsse Sabina

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