#mitmachkindertuch – der Knitalong nach Woche 2

Mit Euch zusammen zu stricken ist richtig toll, finde ich. Es passiert nämlich gerade wieder genau das, was ich an einem Knitalong so besonders cool finde. Die Farbkombinationen sind unglaublich vielfältig und unser Tempo total unterschiedlich, aber uns eint ist das Projekt, der Spaß daran und am letzten Wochenende sicherlich auch das Stricken in der Sonne, oder?! Also, Euch zumindest, denn ich habe ja auf der Messe gestanden und sage und schreibe KEINE einzige Masche gestrickt, also zumindest nicht vom Tuch ;).

Trotzdem hatte ich einen Mitmachkinder-Tuch – Aha-Effekt, während meiner Arbeit am Stand. Denn mir fallen mittlerweile trotz der 120er Nadeln häufiger die Maschen von der Nadeln, wenn ich das Strickzeug beiseite lege, es wird echt voll auf der Nadel. Und dafür gibt es jetzt – ganz neu: Addi To Go. Das sind kleine Herzen, die man auf die Nadeln schiebt und schon kann nichts mehr passieren. Ist das nicht ultrapraktisch?!

Ich habe sie natürlich direkt bestellt und bekomme sie noch vor dem Wochenende! Aus der vergangenen Woche gibt es wieder ein paar Erfahrungen zu berichten:
Susanne hatte ja erzählt, dass sie am Ende des Knäuels die Fäden immer zusammenstrickt. Guckt mal, sie hat mir ein Foto dazu geschickt. Man sieht wirklich gar nichts! Das ist also wohl empfehlenswert.

Und Annett filzt die Enden zusammen, das scheint mir auch ein guter Tipp zu sein. Bei Facebook hat sie erklärt, wie sie es genau macht: „Bei der schönen Wolle versuche ich das Vernähen zu vermeiden! Bei der gleichen Farbe filze ich die Enden zusammen. Geht super und ist unsichtbar. Beide Enden ca 5-8cm anfeuchten und zwischen den Handflächen hin und her rubbeln bis beide Enden eins sind und dann weiterstricken. Foto: gefilztes Stück LG Annett“.

Barbara ist sogar schon fertig mit dem Tuch, also da habe ich ja echt gestaunt!!! Auf ihrem Bild seht Ihr auch nochmal den Rand sehr gut.

Und auch Annett ist schon fertig! Unglaublich seid Ihr!

Der Effekt mit der dritten Farbe mach das Tuch sehr plastisch, oder?! Gekonnt kombiniert!

Würdet Ihr darauf wetten, dass beide Tücher mit den gleichen Farben gestrickt sind? Wahnsinn, oder?! Genau DAS meinte ich in der letzten Woche. Barbara hat das Tuch in Hellgrau mit Weinrot gestrickt und Annett in Weinrot mit Hellgrau und einem „Schuss“ hellem Orange!

Und auch „Wollkick“ ist schon fertig! Seeehr cool!

Übrigens fangen ja auch immer noch Einige gerade erst an! Lest Euch zu Beginn ruhig auch die Kommentare der anderen Posts zum Knitalong durch, da werden bestimmt schon Fragen besprochen, die Ihr vielleicht auch habt.

In der vergangenen Woche ist unter anderem die Frage aufgekommen, ob es am Rand auch noch Zunahmen gibt und wo sie eingearbeitet werden. Es gibt in der Randpartie KEINE Zunahmen mehr, damit der Effekt mit dem „ruhigen“ Abschluss entstehen kann. Damit das Tuch dann keine Beulen wirft, müsst Ihr sehr locker abketten und das Tuch auf jeden Fall Spannen. Vielleicht ist das nochmal ein Thema für die nächste oder übernächste Woche.

Wer mit drei Farben strickt, hat viele Möglichkeiten vom Original abzuweichen, aber auch mit zwei Farben gibt es noch Gestaltungsfreiheiten. Monika strickt z. B. mit zwei Farben, kreiert aber trotzdem ihr ganz eigenes Muster. Die Streifenbreite zu variieren ist ja wohl auch eine gute Idee, oder?!

Letzte Woche habe ich Euch ja schon erzählt, dass es bei der Stiftung Mitmachkinder zwei verschiedene Programme gibt: das Förder- und das Patenprogramm. Im Förderprogramm werden Kinder in außerschulischen Aktivitäten gefördert. Außerschulisch ist hier ganz wichtig. Es geht nämlich im Programm der Stiftung nicht darum, Nachhilfe zu finanzieren oder Schulausflüge zu bezahlen. Kinder sollen am Nachmittag eine Beschäftigung haben. Ein Hobby, das ihnen Befriedigung und Bestätigung verschafft. Das ihnen eine andere Welt und neue Möglichkeiten eröffnet. Hobbies geben uns die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und etwas ohne Druck zu lernen. Wir wissen ja alle, wie gut das Gefühl ist, wenn wir uns sportlich engagiert haben. So ein Gefühl kennen viele Kinder nicht. Im Sport können sie sich auspowern und Erfolgserlebnisse feiern. In der Musik können sie, zwar auf ganz andere Weise, aber genauso gut, Glück und Erfüllung finden.

Frau Woldt hat mir zum Beispiel von zwei Brüdern erzählt, die seit einiger Zeit Taek-Won-Do machen und schon einige Kämpfe gewonnen haben. Sie sind „stolz wie Oskar“ und das ja auch mehr als zurecht, oder?! Ein anderes Mädchen hat begonnen ein Instrument zu lernen und ist mittlerweile so gut, dass sie bei Jugend musiziert schon über die westfälischen Landesgrenzen hinaus an Wettbewerben teilnimmt!

Aber wer bekommt die Möglichkeit, in das Programm aufgenommen zu werden? Und wie läuft das überhaupt ab?
Das Förderprogramm richtet sich an Kinder bis 18 Jahre aus Münster. Bei der Wahl der Kinder arbeitet die Stiftung ganz eng mit Schulen, Kitas und Beratungsstellen zusammen. Nur hauptberufliche Fachkräfte oder Beschäftigte, die in einem sozialen Beratungs- oder Betreuungszusammenhang mit dem Kind stehen, können einen Antrag stellen, die Kinder zu unterstützen. Die Kinder oder deren Eltern können keinen Antrag stellen. Die Kosten für die entsprechenden Aktivitäten werden direkt an den jeweiligen Veranstalter/ Verein/ Träger gezahlt, nicht an die Familien.
Diese Vorgehensweise hat sich bewährt. Mir als Außenstehende erscheint sie sehr durchdacht und richtig zu sein.

Erzählt mir im Kommentar doch mal, was Euch beim Stricken begleitet: Musik, Hörbücher, Podcasts, Filme oder herrliche Ruhe?

Und ohne welches Strickzubehör verlasst Ihr niemals das Haus?

Liebe Grüße von
Sandra

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